Das weiße Band
Beschreibung:
Verstörendes Psychogramm einer norddeutschen Gemeinde kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, in der sich vermeintliche Unfälle als rituelle Bestrafungen offenbaren.
Der Erste Weltkrieg liegt bereits in der Luft. In einem scheinbar ganz normalen Dorf in Norddeutschland gehen die Dinge ihren normalen Gang. Der Dorflehrer leitet auch den Schul- und Kirchenchor, der sich aus den Kindern und Jugendlichen des Ortes zusammensetzt. Sie bilden einen Querschnitt der dortigen Gesellschaft, sind die Kinder von Gutsherren, Hebammen, Ärzten und Bauern. Dann beginnen Unfälle, die sich zunächst niemand so recht erklären kann. Je mehr davon passieren, desto stärker kristallisiert sich heraus, dass eine Methode dahinter zu stecken scheint: Die vermeintlichen Unfälle scheinen Bestrafungen zu sein.
Michael Haneke, seit knapp 20 Jahren einer der führenden Vertreter des europäischen Kinos, hat erstmals einen explizit deutschen Stoff verfilmt - komplett in Deutschland, mit deutschen Schauspielern und mit X-Filme als federführenden Produzenten. Und doch ist es wieder ein Stoff mit allgemeingültiger Aussage, dem, wie zuletzt bei "Caché", ein nicht so leicht zu deutendes, verstörendes Geheimnis zu Grunde liegt, das einen Blick hinter die Fassade des vermeintlich harmonischen Bürgertums gestattet und sich mit der Keimzelle des Faschismus in der Gesellschaft befasst.
Text: Schauburg Karlsruhe
FSK:
Keine Angabe
Film-Länge: 145 Minuten
Darsteller: Christian Friedel, Ulrich Tukur, Burghart Klaußner, Josef Bierbichler
Vorführungen heute, am 10.02. in folgenden Kinos:
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